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Sep
China: Hunderte Babys durch Milchpulver vergiftet
Rund 400 Babys sind in China nach offiziellen Angaben durch verunreinigtes Milchpulver schwer vergiftet worden. Die 432 Kinder leiden nach dem Genuß der Milch an Nierensteinen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.
“Das ist ein schwerer Vorfall bei der Lebensmittelsicherheit”, sagte Gao Qiang, ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums bei einer Pressekonferenz. Die Behörden untersuchten außerdem, ob der Tod eines Babys in der Provinz Gansu ebenfalls auf das verseuchte Milchpulver zurückzuführen sei. Im Zusammenhang mit dem Skandal wurden demnach bislang 19 Personen festgenommen, 78 wurden verhört.
Die Firma Sanlu hat nun 8000 Tonnen Baby-Nahrung vom Markt genommen. Die Produkte wurden nur in China und in Taiwan verkauft.
Die Behörden wiesen das teilweise zur neuseeländischen Genossenschaft Fonterra gehörende Unternehmen zudem an, seine Produktion zu stoppen.
Das Milchpulver für Babys war mit dem Gift Melamin versetzt. Der Hersteller soll schon länger davon gewusst, aber nicht eingegriffen haben. Bei der Firma seien bereits im März Beschwerden über das Produkt eingegangen, das Unternehmen habe diese jedoch erst vor kurzem öffentlich gemacht, sagte Gao. Die Firma äußerte sich nicht dazu. In China kommt es immer wieder zu Lebensmittelskandalen. 2004 waren 13 Kleinkinder an verunreinigter Babymilch gestorben.
Es wurde öffentlich dazu aufgerufen die Babymilch der Firma Sanlu nicht mehr zu verzehren. Außerdem sollten Eltern, die ihrem Baby diese Milch verabreichten, darauf achten, ob das Kind Schwierigkeiten beim Urinieren habe.
Zudem sicherte die Regierung kostenlose ärztliche Versorgung zu. Melamin wird eigentlich zur Herstellung von Plastik und Klebstoffen verwendet. Bauern und Milchbetriebe fügen das Pulver laut Gao jedoch auch Milch zu, um deren Proteingehalt zu steigern. Diese kann dann Nierensteine verursachen, die bei Babys eigentlich höchst selten auftreten.
Die taiwanesischen Behörden stellten nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden bisher mehr als ein Drittel der 25 aus China eingekauften Tonnen der Säuglingsnahrung sicher. Nach der restlichen Lieferung werde noch gefahndet.
Quelle: dcrs-online.com



Mittwoch, 3 Februar, 2010 um 17:42
[...] sogar. Jetzt ist wieder ein Fall von Melamin in chinesischem Milchpulver gefunden worden. Wie Das Elternforum damals schon berichtete, habe der Hersteller von dem enthaltenen Gift gewusst, habe dann aber nicht [...]