Blog - DasElternforum.de


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03
Mrz

Hilfe für den Zappelphillip

Wenn ein Kind überduchschnittlich unruhig ist und einen ausgesprochenen Bewegungsdrang hat, kann ein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom mit Hyperaktivität vorliegen.

Hier eine Gute Hilfe zu finden ist nicht die leichteste Aufgabe.

Es gibt nur wenige Institutionen die sich auf diesem Gebiet spezialisert haben und mehr als die Standarthilfe bieten können.
Eine solche Institution ist zum Beispiel das Caritashaus Feldberg im Schwarzwald. Diese bieten eine sogenannte 3 Phasen – Reha für Mütter mit Kindern an und schaffen es in der Regel, dem Kind und auch den Eltern einen guten Weg aus dem Teufelskreis von Fehlschlägen und Agressionen zu zeigen. In der ersten Phase werden Mütter und Kinder von geschulten psychologen hauptsächlich im Einzelnen und gemeinsam beobachtet. Am Ende der ersten Phase wird über das beobachtete gesprochen und es gibt Tips, wie Stresssituationen besser gemeistert werden können. Auch wird überprüft inwieweit ein medikamentöse Einstellung sinvoll ist und dem Kind im Alltag hilft. Kommen die Ärzte zu dem Entschluß, das Medikamente für das einzelne Kind sinvoll sind, wird – nach Absprache mit den Eltern eine entsprechende Einstellung vorgenommen.
Mit der zweiten Phase – 6 Monate später -geht die eigentliche Therapie los. Kinder lernen dort, wie sie in der Schule “richtig” lernen und Eltern lernen einen gelassenen und richtigen Umgang mit dem Kind. Dies führt auf beiden Seiten zu einem entspannten Verhältnis und steigert in jeder hinsicht die Lebensqualität von allen betroffenen.

In der dritten Phase sieht man, wie Kinder und Eltern das gelernte umsetzen konnten und vertieft die Übungen nochmals.
Auch ist diese Klinik hilfreich bei Problemen mit Schule und anderen Institutionen.


20
Feb

Gentechnik in Babynahrung

Laut einer Studie von Greenpeace ist ein Großteil der auf dem Markt angebotenen Babymilchnahrung von Kühen die Genverändertes Futter erhalten. Ob sich dies auf die Gesundheit der Kinder auswirkt ist leider nicht abzusehen, aber man geht davon aus das keine Gesundheitgefährdung stattfindet. Gesundheitsorganisationen und Umweltschützern ist es wohl zu verdanken das der Trend zurück zur Natur wieder auf dem Vormarsch ist.

Einer Umfrage bei den verschiedenen Herstellern brachte das viele Babymilchnahrungs Hersteller sich ihrer Verantwortung bewusst sind und nun verstärkt darauf achten wollen nur noch Milch von Kühen zu verwenden die biologisch und ohne den Einsatz der Gentechnik gefüttert wurden.

Die Umweltorganisation Greenpeace wertet diese Entwicklung und Einsicht als positiven Trend und Experten rechnen damit das bis Ende 2010 ein Rückgang von 25% der gentechnischen Belastung.

Um sich und seine Familie besser schützen zu können hat Greenpeace den Ratgeber ” Milch für Kinder” heraus gebracht in dem sich Eltern informieren können welche Hersteller jetzt schon auf genmanipulierte Futtermittel für ihre Kühe verzichten, oder dies in naher Zukunft tun werden. Des weiteren finden sich auch Informationen welche Trinkmilch mit in den Schulranzen oder Kindergartentasche darf, ganz ohne Gentechnik.

Eltern wollen keine Gentechnik in den Lebensmitteln für ihre Kinder, daran sollten sich die Hersteller auch halten, fordert Greenpeace.


13
Feb

Reisen mit Kindern

Wenn die Urlaubssaison ansteht ist die Frage des Ziels die meist diskutierte.
Oftmals ist es nicht so einfach ein Ziel zu finde, was sich für Jung und Alt gleichermaßen spannend darstellt.
Jetzt hat das Rätseln ein Ende, denn in der fünften Ausgabe von “Reisen mit Kindern”, herausgegeben von GEO Saison und Brigitte werden die schönsten Ziele für jede Altersstufe und Interessengebiet vorgestellt.
Wirft man eine Blick in dieses Heft, wird man immer wieder verwundert feststellen dass es verwunderlich ist, was man alles zusammen erleben kann. Wer hätte auch gedacht, dass ein Piratentörn an der Adria oder das gemeinsame Französisch lernen in Paris, so viel Spaß machen kann.

Hat man dann die richtige Idee für sich entdeckt, gilt es einiges weiter zu beachten.

Will man am Urlaubsort flexibel sein, sollte man entweder das eigenen Auto wählen oder sich rechtzeitig ein Mietwagen reservieren, da besonders an beliebten Zielen geräumiges Autos schnell weg sind. Bei langen Flügen kann es schon mal etwas fad werden, daher sollte man genug (neues) Spielzeug im Handgepäck haben.
Außerdem sollte man beachten wie es um die Gesundheit steht. Die Eltern sollten auch den Blick in den eigenen Impfpass nicht vergessen.


07
Feb

Wordpress Update

Haben soeben das neue Wordpress installiert und werden jetzt wieder öfters hier Artikel veröffentlichen ;)

Grüss

DasElternforum.de


06
Feb

Erhöhung des Kindergeldes ab 01. Januar 2010

Am 01. Januar 2010 wurde das Kindergeld um je 20 Euro monatlich erhöht.

Was bedeutet das jetzt für Eltern:

Anstatt 164 Euro für jedes Kind, erhöht sich das Kindergeld jetzt auf 184 Euro für das erste und zweite Kind. Für das dritte Kind erhalten Eltern jetzt 190 Euro und für jedes weitere Kind bekommt man 215 Euro Kindergeld monatlich ausbezahlt.

Wer bekommt Kindergeld:

Kindergeld steht allen Eltern zu, die in Deutschland wohnen. Auch für nicht leibliche Eltern, wie Adoptiv- und Stiefeltern sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch für Groß- oder Pflegeeltern.

Ab wann bekommt man Kindergeld:

Kindergeld steht einem mit der Geburt des Kindes sofort zu. Wichtig ist, dass man direkt nach der Geburt einen Antrag auf Kindergeld stellt.

Wo beantragt man das Kindergeld:

Wer Kindergeld beziehen möchte, muss einen Antrag (schriftlich) bei der Familienkasse der Bundesagentur für Arbeit stellen. Dieser Antrag muss dann ausgefüllt und mit allen Bescheinigungen (z.B. Geburtsurkunde) wieder bei der Familienkasse eingereicht werden.

Wurde der Antrag auf Kindergeld bewilligt, laufen die Zahlungen des Kindergeldes automatisch jeden Monat weiter, bis das Kind 18 Jahre alt wird. Wenn das Kind dann noch in der Ausbildung ist und keine eigenen Einkünfte bezieht oder studiert, kann das Kindergeld bis zum 27. Geburtstag (Höchstgrenze) gezahlt werden.


07
Feb

USA: Mutter von Achtlingen aus Krankenhaus entlassen

Kalifornien: Mutter der Achtlinge aus Krankenhaus entlassen

Sie wollte schon immer eine riesige Familie: Die Mutter der frisch geborenen Achtlinge in Los Angeles sprach erstmals über die Geburt. Nadya Suleman hatte vor der Mehrlingsgeburt bereits sechs Kinder.

Zehn Tage nach der spektakulären Geburt von Achtlingen in Kalifornien ist die Mutter der Babys am Donnerstag aus dem Krankenhaus in Bellflower entlassen worden. Die sechs Jungen und zwei Mädchen, die in der 30. Schwangerschaftswoche per Kaiserschnitt entbunden worden waren, müssen noch mehrere Wochen in ärztlicher Obhut bleiben. In ihrem ersten Fernsehinterview, das am Donnerstag aufgezeichnet wurde, sprach die 33-jährigen Mutter Nadya Suleman von ihrem Wunsch nach einer großen Familie. “Das war schon immer mein Traum, eine große Familie, eine riesige Familie zu haben”, sagte Suleman dem Sender NBC.

Wie “People.com” vorab in Auszügen aus dem Interview berichtete, hatte Suleman sieben Jahre vergeblich versucht, auf natürliche Weise schwanger zu werden, bevor sie sich zu künstlicher Befruchtung entschloss. Das vollständige Interview sollte am Montag ausgestrahlt werden. Vor der Geburt der Achtlinge hatte die Frau bereits sechs Kinder zur Welt gebracht, das Älteste ist sieben Jahre alt. Sie selbst sei als Einzelkind aufgewachsen und habe sich sehr allein gefühlt, nannte die unverheiratete Mutter als Grund für ihren Kinderwunsch. Suleman lebt mit den Kindern bei ihren Eltern.

Angebote für Exklusiv-Geschichte

Über eine mögliche Bezahlung für das Interview machte Sulemans Sprecher Michael Furtney keine Angaben. “Das betrifft nur sie und NBC”, sagte er der “Los Angeles Times”. Dem Sender zufolge ist kein Geld im Spiel. Nach früheren US-Medienberichten hat Suleman, nun Mutter von insgesamt vierzehn Kindern, bereits lukrative Angebote für eine Exklusiv-Geschichte erhalten.

Die am 26. Januar geborenen Frühchen sind die am längsten überlebenden Achtlinge der Welt. Den Ärzten zufolge sind sie in einem stabilen Zustand, atmen ohne fremde Hilfe und trinken Muttermilch. In den USA waren zuvor erst einmal Achtlinge geboren worden. Eines der Babys starb 1998 innerhalb einer Woche nach der Geburt im US-Staat Texas. Weltweit sind nur sechs Achtlingsgeburten dokumentiert. In den meisten Fällen überlebten nur wenige oder keines der Kinder. (saw/dpa)

Quelle: zeit.de


21
Okt

Frühere Hilfe für Eltern von stotternden Kindern

Die Zahl der stotternden Kinder steigt. Die Sprechbehinderung wird oft zu spät erkannt. Dabei wäre eine frühe Therapie – vor der Einschulung – wichtig. Das verhindert nicht nur, dass sich das Stottern verfestigt, sondern erspart den Kindern auch viel Hohn und Spott durch andere Kinder. Denn durch den Stress im Klassenzimmer kann sich das Stottern noch verschlimmern.

“Keine Angst vorm Stottern” – ist das Motto des 11. Weltstottertags am 22. Oktober 2008. Mehr zum Thema erfahren Sie bei der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. unter: www.bvss.de/…2008.pdf

Ungefähr ein Prozent der Erwachsenen und fünf Prozent der Kinder in Deutschland stottern. Die Zahl der Kinder mit Sprechstörungen wächst: In den vergangenen Jahren, so hat die Techniker Krankenkasse (TK) in München ermittelt, sind die von Kinderärzten verordneten Besuche beim Logopäden um knapp 19 Prozent gestiegen. Im ersten Quartal 2007 hätten Kinderärzte fast 18.000 Überweisungen für eine Sprachtherapie ausgestellt. Hinzu kämen zahlreiche Kinder, die von anderen Ärzten zum Therapeuten geschickt würden.

Bei vier von fünf Kindern verschwindet das Stottern

Dreimal, so die TK, sollten alle Mädchen und Jungen zwischen dem zweiten und fünften Geburtstag zur Kinder-Vorsorge-Untersuchung geschickt werden. Denn der Kinderarzt kontrolliert nicht nur Größe und Gewicht des Kindes, sondern auch die altersgerechte Sprachentwicklung. Bayern 3-Kinderarzt Dr. Trinczek-Gärtner weiß: “Bei vier von fünf Kindern gibt sich das Stottern von allein. Doch nur der Experte weiß, wo weitere Maßnahmen nötig sind.” Wichtig: In den ersten Jahren sind die Chancen auf völlige Heilung am Besten.

Vor der Schule: spontanes Sprechen soll getestet werden

Die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe (BVSS) kritisiert, dass bei den derzeit üblichen Schuleingangsuntersuchungen Sprechbehinderungen wie das Stottern eher zufällig entdeckt werden. Manchmal werde bei Schuluntersuchungen noch nicht einmal nach dem Stottern gefragt und Eltern würden aus Scham verschweigen. Die Forderung der BVSS zum Weltstottertag: Es sollte bei allen Schuleingangsuntersuchungen auch das spontane Sprechen überprüft werden. Die Tests gibt es bereits, sie müssen nur angewendet werden. Nur so könne man das Stottern noch vor der Einschulung erkennen und mit der Therapie beginnen, bevor der Hohn und Spott der Klassenkameraden das Stottern des einzelnen Kindes noch verschärfe.

Monroe und Willis: Auch Weltstars haben gestottert

Winston Churchill stotterte. Marilyn Monroe stotterte in ihrer Kindheit auch – ebenso wie Bruce Willis, der in der Therapie zum Theaterspielen kam. Dem ebenfalls betroffenen Andreas Weise trösten die berühmten Vorbilder wenig: Er empfindet seinen Sprachfehler als “saublöde Behinderung”. Der 45-jährige Zahntechniker wiederholt und dehnt Laute und Silben, wodurch es zu Wortblockaden kommt. Vor allem mit dem Buchstaben A hat er zu kämpfen. Schon das Vorlesen in der Schule war für ihn eine Tortur. Wenn er später auf der Straße nach dem Weg gefragt wurde, schüttelte er stets den Kopf. “Wenn man in einer solchen Situation schnell reagieren muss, ist das Stottern am schlimmsten.”

Sätze von Stotterern zu vollenden, ist keine Hilfe

“Das Wissen über Stotterer ist ganz schlecht ausgeprägt”, sagt Ruth Heap, Geschäftsführerin der Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V. “Sie werden für dumm gehalten.” Das beeinträchtige auch ihren beruflichen Erfolg und die Partnerwahl. Heaps Tipp für den Umgang mit Stotterern: ”Man sollte stotternde Menschen genauso behandeln wie andere”, sagte sie. Wegschauen oder das Vollenden von Wörtern oder Sätzen seien ungeeignete Hilfen.

Sprachchaos im Gehirn

Die Ursachen des Stotterns sind komplex und liegen in strukturellen Schwächen in Teilen des Gehirns. So fand die Frankfurter Universitätsklinik in einem Forschungsverbund mit der Universität Kassel heraus, dass bei Stotterern während des Redens bestimmte Regionen in der rechten Hirnhälfte aktiver sind als in den Sprachregionen der linken Hirnhälfte. “Stottern ist Chaos im Gehirn”, beschreibt Andreas Weise das Gefühl, wenn die Worte nicht über die Lippen wollen.

Therapieansätze: Atemübungen und Sprachfluss

Bei Erwachsenen sind mehrere Therapieformen möglich. Die bis dato erfolgreichsten: “Stottermodifikation” und “Fluency Shaping”.

Fluency Shaping

Diese Therapieform will den Sprachfluss insgesamt beeinflussen. Das Sprechen wird dabei zunächst bis hin zu einer Kunstsprache verfremdet. Der Sprechapparat wird entspannt und die Atmung kontrolliert; Vokale werden gedehnt, die Sprechbewegungen mit wenig Muskelanspannung durchgeführt. Nach und nach nähert sich der Stotterer dann einem natürlich klingenden Sprechen an.

Stottermodifikation

Die Stottermodifikation (non-avoidance Methode) setzt bei den Wörtern oder Lautkonstellationen an, bei denen das Stottern am Stärksten auftritt und meist schon angstvoll antizipiert wird. Voraussetzung ist, dass zunächst Ängste und negative Einstellungen gegenüber dem Stottern abgebaut werden..

Die Kasseler Stottertherapie

Die “Kasseler Stottertherapie” arbeitet daran, beide Ansätze zu kombinieren. Mithilfe eines Computerprogramms kann der Stotternde seine Stimmkurven auf dem Monitor kontrollieren, während er seine Mundbewegungen im Spiegel beobachtet.

Die Del Ferro Methode

Eine weitere Methode, mit der Andreas Weise seine Stotterprobleme in den Griff bekommen hat, ist die Del Ferro Methode.

Del Ferro Methode

Entwickelt wurde die Therapie von dem früheren Operntenor Leonard del Ferro in Amsterdam. Das Konzept: Atemübungen und ein Training des Zwerchfells. Erfolge stellen sich rasch ein; um dauerhaft Fortschritte zu machen, ist allerdings hartes Training Pflicht.

Eine Therapie, die allen hilft, gibt es nicht

Die Frage, welche Therapie für welchen Patienten geeignet ist, ist nicht leicht zu beantworten. “Trotz anderslautender  Behauptungen mancher Therapieanbieter steht fest: Die eine Therapie, die bei allen Stotterern Erfolg hat, gibt es nicht”, so Dr. Monika Rausch, Präsidentin des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie. Betroffene sollten sich zum Beispiel bei Selbsthilfegruppen möglichst viele Informationen besorgen. Die  Expertin rät: Jede Therapie sollte langfristig – etwa über 100 Stunden – angelegt sein, die Umgebung des Patienten einbeziehen und unter Aufsicht der Experten im Alltag eingeübt werden.

Hilfe und Tipps

Die Bundesvereinigung Stotterer-Selbsthilfe e.V.
Informations- und Beratungsstelle
Zülpicher Str. 58
50674 Köln
Tel. 0221 / 139 11-06 und -07
Fax: 0221 / 139 13 70
E-Mail: info@bvss.de
Internet: www.bvss.de

Deutscher Bundesverband für Logopädie
Augustinusstr. 11a
50226 Frechen
Internet: www.dbl-ev.de

Quelle: br-online.de


14
Sep

China: Hunderte Babys durch Milchpulver vergiftet

Rund 400 Babys sind in China nach offiziellen Angaben durch verunreinigtes Milchpulver schwer vergiftet worden. Die 432 Kinder leiden nach dem Genuß der Milch an Nierensteinen, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

“Das ist ein schwerer Vorfall bei der Lebensmittelsicherheit”, sagte Gao Qiang, ein hochrangiger Vertreter des Ministeriums bei einer Pressekonferenz. Die Behörden untersuchten außerdem, ob der Tod eines Babys in der Provinz Gansu ebenfalls auf das verseuchte Milchpulver zurückzuführen sei. Im Zusammenhang mit dem Skandal wurden demnach bislang 19 Personen festgenommen, 78 wurden verhört.

Die Firma Sanlu hat nun 8000 Tonnen Baby-Nahrung vom Markt genommen. Die Produkte wurden nur in China und in Taiwan verkauft.

Die Behörden wiesen das teilweise zur neuseeländischen Genossenschaft Fonterra gehörende Unternehmen zudem an, seine Produktion zu stoppen.

Das Milchpulver für Babys war mit dem Gift Melamin versetzt. Der Hersteller soll schon länger davon gewusst, aber nicht eingegriffen haben. Bei der Firma seien bereits im März Beschwerden über das Produkt eingegangen, das Unternehmen habe diese jedoch erst vor kurzem öffentlich gemacht, sagte Gao. Die Firma äußerte sich nicht dazu. In China kommt es immer wieder zu Lebensmittelskandalen. 2004 waren 13 Kleinkinder an verunreinigter Babymilch gestorben.

Es wurde öffentlich dazu aufgerufen die Babymilch der Firma Sanlu nicht mehr zu verzehren. Außerdem sollten Eltern, die ihrem Baby diese Milch verabreichten, darauf achten, ob das Kind Schwierigkeiten beim Urinieren habe.

Zudem sicherte die Regierung kostenlose ärztliche Versorgung zu. Melamin wird eigentlich zur Herstellung von Plastik und Klebstoffen verwendet. Bauern und Milchbetriebe fügen das Pulver laut Gao jedoch auch Milch zu, um deren Proteingehalt zu steigern. Diese kann dann Nierensteine verursachen, die bei Babys eigentlich höchst selten auftreten.

Die taiwanesischen Behörden stellten nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden bisher mehr als ein Drittel der 25 aus China eingekauften Tonnen der Säuglingsnahrung sicher. Nach der restlichen Lieferung werde noch gefahndet.

Quelle: dcrs-online.com

27
Jul

Vater und Mutter der verhungerten Lea-Sophie sind zu elf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden

Die Eltern der in Schwerin verhungerten Lea-Sophie haben ein „moralisches Grundgesetz gebrochen“, weil sie das eigene Kind „verantwortungslos dem Hungertod überließen“. Der ruhig vorgetragene Satz des Vorsitzenden Richters Robert Piepel klang gestern am Landgericht Schwerin wie der Schlüssel zu dem harten Urteil für Nicole G. (24) und Stefan T. (26). Sie müssen für elf Jahre und neun Monate ins Gefängnis, weil sie ihre Tochter im November 2007 verwahrlosen und verhungern ließen. Die Verteidiger hatten auf eine Strafe wegen Totschlags gehofft. Piepel aber stellte klar, dass Scham und Angst „niedere Beweggründe“ sind. Deshalb wurden Lea-Sophies Eltern wegen Mordes durch Unterlassen und Misshandlung ihrer Tochter verurteilt. Nicole G. weinte, als sie in Handschellen abgeführt wurde, Stefan T. schien wie betäubt.

Nach Ansicht des Gerichts verschwinden zwei persönlichkeitsgestörte, aber voll schuldfähige Menschen hinter Gittern, denen es an Selbstvertrauen mangelte, die Konflikten auswichen und die seit langem nichts mehr zusammenhielt außer ihrer gemeinsamen Tochter. Streit und Eifersucht hatte die beiden Einzelgänger schon lange entzweit. Lea-Sophie wurde lange Zeit vor allem von Nicole G. behütet, umsorgt und verwöhnt. Als der Bruder Justin zur Welt kam, „bockte“ Lea-Sophie. Sie zerstörte Spielzeug, räumte Schränke aus – und weigerte sich zu essen. Statt Hilfe zu holen, sah sich Nicole G. von ihrer kleinen Tochter in ihrer Mutterrolle kritisiert und lieferte sich mit Lea-Sophie einen „Machtkampf“, den die Kleine nicht gewinnen konnte.

Dabei habe sie vor allem eine gute Mutter sein wollen, beteuerte Nicole G. Auch Vater Stefan T. fühlte sich von seiner Tochter „geärgert“ und zog sich zurück. Längere Zeit hofften die Eltern, dass Lea-Sophie irgendwann wieder essen würde. Aber selbst, als sie wahrscheinlich zwei Wochen vor dem Tod erkannten, dass Lea-Sophie sterben könnte, verharrten die Eltern in kaum erklärbarer Starre. Sie schämten sich, weil sie als Eltern versagt hatten. Sie hatten Angst, dass dies bekannt würde. Und sie hatten Angst, dass ihnen beide Kinder weggenommen würden. Das Gericht wies darauf hin, dass die Angst von Nicole G. und Stefan T., die Kinder zu verlieren, nicht von ungefähr kam. Seit der Geburt von Lea-Sophie bedachten Nicole G.s Adoptiveltern das junge Paar mit einer fürsorglichen Belagerung, weil sie sie offenbar für unfähig hielten, die Kleine zu erziehen. Anfangs wuchs Lea-Sophie bei den Großeltern auf. Diese rückten sie nur ungern heraus, als Nicole G. und Stefan T. in eine eigene Wohnung zogen.

Bei Stefan T. erhärtete sich der Verdacht, seine „Schwiegereltern“ wollten die Enkelin für sich. „Der jungen Familie blieb wenig Luft zum eigenen Atmen“, sagte Richter Piepel. Sie fühlte sich kontrolliert und igelte sich ein. Als der Großvater zum Jugendamt ging, fühlten sich Nicole G. und Stefan T. angeschwärzt und zogen sich noch weiter zurück.

Das Jugendamt verschonte Richter Piepel mit Kritik. Als der Großvater Hilfe suchte, weil ihm Lea-Sophie angeblich zu mager und sprachlich zurückgeblieben erschien, ging es dem Kind nach Erkenntnissen des Gerichts durchaus gut. Es gab keinen Grund für die Sozialarbeiter, einzuschreiten. Nach der Geburt von Brüderchen Justin allerdings wurde das Jugendamt erst im November von Nachbarn anonym benachrichtigt. Zum Besuch beim Jugendamt aufgefordert, brachten Nicole G. und Stefan T. einen properen Säugling vorbei, den Bruder. Über Lea-Sophies Zustand logen sie.

Die Schweriner Stadtvertretung hatte allerdings im März festgestellt, Lea-Sophie könnte noch leben, wenn das Jugendamt rechtzeitig eingeschritten wäre. Dies war im April Anlass für ein Bürgerbegehren, bei dem der Schweriner Oberbürgermeister Norbert Claussen (CDU) abgewählt wurde. Großvater Norbert G. bleibt vom aus seiner Sicht tödlichen Versagen der Sozialarbeiter überzeugt. „Wenn die was gemacht hätten, würde Lea noch leben. So einfach ist das.“

Staatsanwalt Wulf Kollorz hatte in seiner Erwiderung auf die Plädoyers der Verteidigung die Dinge dagegen anders dargestellt. Von „zweifelhaften politischen Charakteren“ sprach er, „die sich nicht zu schade waren, mit einer Kinderleiche Kommunalpolitik zu machen“. Der Großvater habe die Eltern beim Jugendamt angeschwärzt, als es Lea-Sophie noch gut ging. Daraufhin zogen sie sich erst vollkommen zurück, und das Kind verwahrloste. Dem Großvater gelang es dann, eine politische Dynamik in Gang zu setzen, in deren Verlauf der Bürgermeister unter Verweis auf angebliches Fehlverhalten des Jugendamtes abgewählt wurde. Staatsanwalt Kollorz, der das kritisiert hatte, durfte deshalb bei der Urteilsverkündung nicht anwesend sein.

Quelle: tagesspiegel.de

24
Jun

Allergien könnten bei Kindern ausgelöst werden durch Trennung der Eltern

Umzug und Scheidung der Eltern sind oft für die ganze Familie traumatisch. Jetzt haben Umweltforscher Hinweise gefunden, dass Kinder den psychischen Stress auch körperlich verarbeiten: mit Allergien.

Die Augen tränen, die Nase läuft, der Rachen juckt – die Zahl von Kindern mit Allergien scheint ständig zuzunehmen. Die Gründe dafür sind zahlreich: Eltern vererben ihre Disposition an die Kinder, die verschmutzte Luft hat einen Einfluss und offenbar spielt auch Stress eine Rolle. Das vermuteten Wissenschaftler zwar schon länger, doch nun haben Umweltforscher vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, vom Helmholtz-Zentrum München und vom Institut für umweltmedizinische Forschung in Düsseldorf ein Stresshormon gefunden, das diese Theorie bestätigen könnte. Über ihre Ergebnisse berichten die Wissenschaftler im Fachblatt “Pediatric Allergy and Immunology”.

Inhalieren gegen die Krankheit: Laut Deutschen Allergie- und Asthmabund haben 12 bis 15 Prozent der Kinder allergisches Asthma
Innerhalb einer großen epidemiologischen Studie hatten die Forscher erstmals Stressereignisse in den frühen Lebensjahren mit Hilfe von Immunmarkern und Neuropeptiden untersucht. Dazu analysierten sie zum einen verschiedene soziale Faktoren im Umfeld der Kinder. Zum anderen untersuchten sie Blutproben von 234 Kindern im Alter von sechs Jahren. Dabei wurden erhöhte Blutkonzentrationen des Stresshormons VIP (Vasoaktives intestinales Peptid) im Zusammenhang mit einem Umzug oder der Trennung der Eltern gefunden.

VIP könne eine Vermittlerrolle zwischen Stressereignissen im Leben und dem Immunsystem einnehmen, schreibt das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in einer Mitteilung. Erhöht war auch die Konzentration von Immunmarkern, die mit der Auslösung allergischer Reaktionen verbunden sind, wie das Zytokin IL-4.

Erstaunlicherweise lösten so tragische Ereignisse wie der Tod von Angehörigen, schwere Erkrankungen oder Arbeitslosigkeit der Eltern bei den Kindern geringere Stressreaktionen als eine Trennung aus. Dagegen wurden nach einem vergleichsweise harmlosen Ereignis wie einem Umzug ebenfalls erhöhte Stresspeptidkonzentrationen im Blut der Kinder festgestellt.

Weil die Wissenschaftler nur eine vergleichsweise kleine Anzahl an Kindern untersucht haben, wollen sie ihre Ergebnisse “vorsichtig interpretiert” wissen, und schätzen sie lediglich als “wertvollen Hinweis” darauf ein, was durch Stress im Körper passiere.

Quelle: Spiegel.de


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