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Thema: Geburtsberichte von Patrick, Vanessa & Robert

  1. #1

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    Geburtsberichte von Patrick, Vanessa & Robert

    Patrick

    Am 02.02. fuhr ich mit Wehen ins Kreis-Krankenhaus. Wie mußte es auch sein, als wir im Krankenhaus ankamen waren die Wehen verschwunden. Gegen 22.00 Uhr sollte ich in den Kreissaal. Dort wurde ich vorbereitet für die Geburt und an den Wehenschreiber angeschlossen, der keine aufzeichnete. Ich mußte noch eine ganze Weile umherlaufen - nichts tat sich. Da eh nicht viel an diesem Tag los war, ich sozusagen, die Einzige war, konnte man sich um mich besonders bemühen. Ich sollte zum Schlafen in den Kreissaal - zur besseren Überwachung - und wurde an das CTG angeschlossen. Mit der Zeit kamen immer wieder leichte Kontraktionen. Nur der Wehenschreiber zeichnete diese nicht auf. Dann war in diesem Kreissaal eine ekelhafte Uhr, deren Zeiger gaben ein lautes Klicken von sich, so daß an Schlafen nicht zu denken war. Die Hebamme kam gegen 2.00 Uhr ins Zimmer und kontrollierte den Sitz des CTGs. Mein Entbindungstermin war der 30.01., ich war also über dem Termin. Sie meinte zu mir: "Um 10.00 Uhr wird der Chefarzt zu ihnen kommen und vielleicht werden wir dann die Geburt einleiten." Ich hoffte es so sehr. Nichts war schlimmer, als hier nur untätig rumzuliegen. Warum schickten sie mich nicht wieder nach Hause? Die Stunden krochen nur so dahin und an schlafen war nicht zu denken. Gegen 10.00 Uhr morgens kam dann endlich der Chefarzt. Er sagte zu mir: "Wir werden die Geburt heute einleiten, sie kommen an den Wehentropf." So sprengte er die Fruchtblase und legte Elektroden an das Köpfchen des Babys, um so die Herztöne besser zu empfangen. Die Hebamme, die ich zum jetzigen Zeitpunkt hatte, war ganz lieb, kümmerte sich sehr gut um mich. Ich konnte umher gehen, sie masierte meinen Rücken, atmete mit mir zusammen. Sie war wirklich eine Hilfe. Gegen 14.00 Uhr war Schichtwechsel und ich sollte eine andere Hebamme bekommen. Meine Hebamme meinte aber sie bleibt noch eine Weile bei mir, daß war so gegen 15.00 Uhr. Dann wurde ich noch einmal gründlich untersucht und festgestellt, daß es wohl doch noch dauern würde. Schade, meine Hebamme mußte gehen. Die Hebamme, welche ich dann bekam, der reinste Horror. Sie lies mich nicht aufstehen und ich mußte die ganze Zeit im Bett verbringen, eine Lage, die schier nicht zum aushalten war. So überlies sich mich ganz allein, ohne jeglichen Beistand. Nichts ist schlimmer als die Wehen im Liegen zu veratmen. Ich bekam dann Sauerstoff und die höffliche Aufforderung "mich nicht zu verkrampfen". Gegen 16.00 Uhr lies sich der Chefarzt blicken und von da an sollte alles sehr schnell gehen. Das Köpfchen war schon zu sehen. Zwei bzw. drei Presswehen und um 16.10 Uhr war unser Sohn geboren. Ich hatte einen sehr großen Dammriß, der noch mit ein paar Stichen genäht werden mußte. Davon bekam ich aber nichts mit. Ich machte mir viel zu große Sorgen um Patrick, er hatte noch nicht einen Schrei von sich gegeben. Die Hebamme versuchte es erst mit einem Klaps auf dem Hintern, dann versuchte sie es mit ein wenig Zwicken und zu allerletzt versuchte sie es mit Wasser. Erst als er ein paar Spritzer Wasser ins Gesichtchen bekam schrie er. Das gefiel ihm gar nicht. Ich war aber so froh. Es war alles in Ordnung. Jetzt konnte ich endlich meinen kleinen niedlichen Sohn, meinen Erstgeborenen, in den Armen halten. Er roch so gut und ich war so voller Stolz.
    __________________
    Schöne Grüße, Sabrina!

  2. #2

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    Vanessa

    Vanessa

    Am 11. Dezember bekam ich gegen 20.00 Uhr leichte Wehen. Ich schaute auf die Uhr und sie kamen gleich von Anfang an alle 5 Minuten. Das zog sich so hin bis gegen 22.30 Uhr. Ich beschloß ins Bett zu gehen und bin dann eingeschlafen. Früh morgens bin ich gegen 8.00 Uhr wach geworden und von den Wehen war nichts mehr zu spüren. Ich machte für uns drei das Frühstück und erzählte, daß ich leichte Wehen am Abend gehabt hatte. Wir stellen uns also darauf ein, daß es jeder Zeit wieder los gehen könnte. Ich wollte auf keinen Fall wieder so eine schreckliche Nacht, wie es bei Patrick der Fall gewesen war, durchmachen. Gegen 21.00 Uhr begannen wieder die Wehen, diesmal waren sie aber anders, stärker und kamen im 3- Minuten-Takt. Sie blieben weiterhin kontinuierlich. Gegen 22.00 Uhr machte wir uns auf dem Weg und fuhren ins 16 km entfernte Krankenhaus. Dort angekommen bekam ich mein Zimmer und sollte mich ausziehen und dann der Schwester Bescheid geben. Gegen 23.00 Uhr kam ich dann in den Kreissaal und die Hebamme untersuchte mich. Da der Muttermund noch nicht weit genug offen war, sollte ich auf dem Krankenhausflur ein wenig auf und ab gehen. Die Wehen begannen immer stärker zu werden und ich mußte wieder in den Kreissaal zurück. Dort konnte ich die Wehen auf dem Pezziball gut veratmen und es machte sie "erträglicher". Ich wurde von meiner Hebamme Gabriele Lübbe noch einmal untersucht und die Fruchtblase wurde gesprengt. Von da an dauerte es nicht mehr lange und ich verspürte ein Gefühl zu pressen. Nach ein paar Presswehen schaute das Köpfchen heraus und ich sollte aufhören zu pressen, die Nabelschnur hatte sich um den Hals gewickelt. Es verlief aber alles ohne weitere Komplikationen und nach einer Presswehe konnte ich meine kleine süße Tochter um 2.40 Uhr im Arm halten. Nach zwei weiteren Stunden, die wir noch zur Kontrolle im Kreissaal verbringen mußten, konnte ich mich Vanessa ganz und gar widmen. Ich legte sie dort das ersten Mal zum Stillen an. Es war ein so schönes Gefühl, diesen kleinen Menschen endlich bei sich zu haben.

    Gegen 4.45 Uhr wurde ich in mein Zimmer zurückgefahren und konnte noch ein wenig schlafen.
    __________________
    Schöne Grüße, Sabrina!

  3. #3

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    Robert

    Robert

    Ich war schon einige Tage über den Termin. Am Pfingstmontag, dem 20. Mai hatte meine Frauenärztin Bereitschaft. Sie bestellte mich um 10.00 Uhr zum CTG. Wehen hatte ich noch nicht. Ein halbe Stunde mußte ich am CTG liegen. Die Herzlinie sah nicht so gut aus. Bei den letzten Untersuchungen und Doppler-Ultraschall konnte meine Frauenärztin sehen, daß die Nabelschnur um den Hals des Baby's gewickelt war. Wir wollten nicht wissen, was es wird. Da ich ein paar Tage über dem Termin war, wollte sie kein Risiko eingehen und schickte mich ins Krankenhaus. Dort angekommen mußte ich für eine Stunde an den Wehenschreiber. Danach wurde ich untersucht und der Oberarzt sagte uns, daß am Morgen des 21. Mai 2002 mittels Gels auf den Muttermund, eingeleitet wird. Unser Kind, wurde somit im Sternzeichen "Zwilling" geboren. Jörg und ich liefen auf dem Krankenhausgelände rum, um die Wehen, die sich ein wenig ankündigten, in Schwung zu bringen. Es nutzte aber nichts. Am nächsten Morgen um 7.00 Uhr wurde eingeleitet. Ich konnte dann wieder auf mein Zimmer gehen und sollte um 10.00 Uhr in den Kreissaal kommen. Dann als es um 10.00 Uhr war, mußte ich wieder für eine Stunde ans CTG. Die Wehen wurden stärker, aber immer noch erträglich. Gott sei dank blieb es so, die Ärztin hatte mir gesagt, daß es sein kann, daß die Wehentätigkeit wieder plötzlich aufhören kann.

    So gegen 11.00 Uhr wurde bei mir ein Einlauf gemacht. Im Anschluß konnte ich schön baden, was ich sehr entspannend fand. Ich wollte sowieso eine Wassergeburt. Nun war der Kreissaal besetzt, wo die Wanne für die Wassergeburt stand, und ich mußte noch ca. 2 Stunden warten. Wir verbrachten die Zeit in einem anderen Kreissaal. Mit den Wehen ging es vorwärts.

    Es wurde die ganze Zeit über CTG geschrieben. Kurz vor unserem Wechsel waren die Herztöne bedenklich. Der Oberarzt wurde gerufen. Er rüttelte an meinem Bauch, weil die Herzlinie kaum Aktivität aufwies und meinte: "Vielleicht schläft ja das Kleine!" und so war es dann auch. Die Linie zeigte wieder ein ordentliches "Zickzack-Muster".

    Nach 2 Stunden konnten wir endlich wechseln. Die Fruchtblase wurde gesprengt und es kamen Elektroden ans Köpfchen. Die Herztöne waren nicht so, wie sie sein sollten. Immer wieder fielen sie ab. Es wurde eine Blutprobe vom Köpfchen entnommen. Diese ergab, daß mit dem Baby alles in Ordnung ist. Allerdings konnte ich eine Unterwassergeburt vergessen. Na toll!! Die Wehen wurden immer stärker, Jörg war von Anfang an unserer Seite und ich war ihm sehr dankbar dafür.

    Ich mußte wie bei Patrick die Wehen im Liegen ertragen. Diese Wehen waren ganz anders, als bei den beiden ersten Malen. Da soll mir doch mal einer Kommen, daß die dritte Schwangerschaft und Entbindung einfach sein soll. Das war sie keines Fall's. Es war die Schlimmste wie sich später herausstellen sollte.

    Der Muttermund öffnete sich sehr schnell. War er um 14.00 Uhr bei 6 cm, so war er gegen 15.30 Uhr schon bei ca. 8 cm. Ich mußte 2 Wehen auf der linken Seite, 2 Wehen auf der rechten Seite veratmen. Diese Wehen überrollten mich förmlich. So stark waren sie noch nie. Dann sollte es soweit sein. Ich verspürte einen unheimlichen Drang zu pressen. Die Hebamme hatte schon alles für die Geburt vorbereitet. Nach drei Presswehen war das Baby um 16.13 Uhr geboren. Es wurde abgenabelt und schrie. Ich wollte wissen was es war. "Sie wissen es noch nicht? Es ist ein Junge." sagte uns die Ärztin.

    Ich bekam unseren kleinen Sohn auf den Bauch gelegt und küsste ihn. Als ich ihn ansah und merkte, daß er nur star geradeaus guckte und nicht reagierte, geriet ich in Panik und schrie: "Jörg?!". Er sah es ebenfalls gleich. Er rief nach der Hebamme. "Er atmet nicht mehr. Was ist los?" schrie ich. Die Hebamme nahm ihn und brachte ihn weg. Jörg gleich hinterher. In einem Notfall-Zimmer eilten Schwester und Ärzte hin und her. Das Notfall-Team von der Kinderstation traf ein. Ich lag da und wußte nicht, was mit meinem Kind war. Jörg berichtete mir, daß sie ihm auch nichts sagen konnten, wir abwarten sollten. Er müßte jetzt erstmal versorgt werden. Nach einer Weile, die uns unendlich erschien, kam die Kinderärztin und sagte uns, daß er jetzt erstmal stabil ist und wieder atmet. Er aber auf die Säuglings-Intensivtation zur Überwachung und für Untersuchungen müßte. Wir konnten in 2 Stunden kommen. Ich mußte eh meine 2 Stunden noch im Kreissaal verbringen. Die Minuten waren so unendlich lang. Ich wußte nicht, was mit meinem Robert passiert war, wie es ihm ging. Konnte ihn nicht anfassen und in meinem Arm halten, wie es eigentlich nach jeder Geburt sein sollte. Jörg, der inzwischen auf der Intensivstadtion gewesen war und mir ein Bild von Robert mitgebracht hatte, meinte, daß er jetzt gründlich untersucht wird und in einem Inkubator liegt. Es ging ihm schon besser und er dürfte ihn, als er dort war, schon berühren.

    Zwei Stunden waren um und wir gingen sofort zur Kinderstadtion. Was machte es schon, daß ich gerade entbunden hatte. Wichtig war mir mein Baby. Sie zeigten mir mein Kind. Es lag an Schläuchen im Inkubator. Die Schwester meinte: "Er hat schon wieder eine rosige Farbe und atmet wieder selbstständig." Er bekam dann noch eine Sonde in die Nase, welche bis zum Magen ging. Wir mußten die Nacht abwarten, und das war meine schlimmste und längste Nacht.

    Am nächsten Morgen kam Jörg ganz früh ins Krankenhaus und gemeinsam gingen wir zu Robert. Als wir auf die Intensivstation kamen lag Robert nicht in seinem Inkubator. Wir sahen uns an und zitterten. Was war mit unserem Kind? Die Schwester kam gleich zu uns und meinte, daß er am Morgen in ein Wärmebettchen verlegt werden konnte. Seine Werte hatten sich verbessert. Jetzt dürften wir unseren Sohn auf dem Arm halten. Ich konnte ihn dann auch stillen.

    Nach der Visite hatten wir ein Gespräch mit den Ärzten, die uns mitteilten, daß die Werte in Ordnung wären, er aber trotzdem noch beobachtet werden muß. Wir fragten nach dem Grund des Herzstillstandes und man sagte uns, daß er wahrscheinlich unter der schnellen Geburt gelitten hatte. Das war alles zuviel für sein kleines Herzchen.

    Zwei Tage später wurde bei ihm eine Neugeborenen-Gelbsucht festgestellt, die ziemlich hartnäckig und langwidrig war. Nach einer Woche konnten Mutter und Kind die Klinik verlassen. Wegen der Gelbsucht mußten wir dann noch einmal für drei Tage ins Krankenhaus. Die Billiwerte wurden dann immer wieder von unserer Kinderärztin untersucht.

    Robert ist heute ein gesundes und munteres Kind und macht uns sehr viel Freude. Bis auf eine Schilddrüsenunterfunktion mit der wir weiterhin in Behandlung sind, geht es Robert sehr gut. Er entwickelt sich prächtig.
    __________________
    Schöne Grüße, Sabrina!

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