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Thema: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

  1. #1
    DEF | Team Avatar von Bibi
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    Unglücklich Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Finja ist zwar "erst" 10 (wird im Oktober 11), aber ich würde mal sagen ... Willkommen in der Pubertät.
    Körperliche Anzeichen sprechen zwar noch nicht dafür, ihr ganzes Verhalten dafür aber umso mehr.

    Einerseits malt sie Bilder "für die beste Mama der Welt" oder jetzt an Ostern Karten mit ganz lieben und teilweise tiefsinnigen Texten, über die sie sich im Vorfeld lange Gedanken gemacht hat.
    Andererseits hält sie sich an keine Regeln und Pflichten; und das sind für sie weiß Gott nicht viele (wenn ich daran denke, wie es bei mir in dem Alter war).
    Sie bockt nur rum, schaltet die Ohren auf Durchzug und sie hat schon zu der kleinsten Kleinigkeit keine Lust.

    Wir haben sogar (ihre Idee) einen schriftlichen "Vertrag", der die Rechte und Pflichten regelt; und zwar nicht nur ihre sondern auch unsere. Während sie von uns erwartet, dass wir uns an unsere Pflichten zu halten haben, legt sie ihre Rechte sehr großzügig aus. Über ihre Pflichten sieht sie ebenso großzügig hinweg; und das beinhaltet die komplette Palette - von der Körperhygiene, über die schulischen Leistungen bis zu den Haushaltsaufgaben.

    Wir erwarten von ihr, dass sie ...
    ... sich regelmäßig duscht/wäscht (vor allem morgens, nachdem man nachts ja geschwitzt hat)
    ... regelmäßig ordentlich die Zähne putzt
    ... nachts ihre Zahnspange trägt
    ... sich morgens die Haare kämmt
    ... dem Wetter angemessen anzieht
    ... ihre Hausaufgaben ordentlich und vollständig macht (was beinhaltet, dass sie sich diese in der Schule auch aufschreibt und die Materialien mit nach Hause bringt)
    ... für die Schule (Arbeiten und Tests) lernt
    ... 2x pro Woche 30 Minuten Keyboard übt (immerhin zahlen wir 50 Euro im Monat für den von ihr gewollten Unterricht)
    ... ihr Zimmer halbwegs in Ordnung hält und es 1x im Monat gründlich aufräumt (schmutziges Geschirr und Schmutzwäsche einsammeln und Fenster putzen mache ich)

    Dafür bekommt sie von uns ...
    ... ein monatliches Taschengeld in Höhe von 15,- € zur freien Verfügung (Kleidung und Schulsachen zahlen wir)
    ... mehrmals im Monat die Möglichkeit, woanders zu übernachten oder sich jemanden zum Übernachten einzuladen
    ... täglich die Gelegenheit, sich nach den Hausaufgaben mit ihren Freundinnen zum Spielen zu verabreden
    ... dienstags abends 1,5 Std. "Jungschar"
    ... aufs Jahr verteilt diverse Ausflüge, Kino und dergleichen
    Außerdem nehmen wir es nicht ganz so eng mit den Schlafenszeiten und der Nutzungsdauer von Handy, Nintendo, Laptop und TV.
    Wir kochen quasi fast täglich nach ihrer Nase (besser, sie sucht das Essen aus, als dass sie dann nichts isst und sich später irgendwas ungesundes reinpfeift).
    Sie darf mitbestimmen, wohin wir in Urlaub fahren und was wir dort machen und hinsichtlich Ausflügen und Kinofilmen richten wir uns in erster Linie auch nach ihren Interessen.

    Gelegentlich hat sie mal zusätzliche Haushaltsaufgaben zu erledigen (Spüler ein-/ausräumen, Müll in die Tonne bringen, im Bad das Waschbecken putzen, Staubsaugen), mit denen sie sich sogar einen Extra Obulus verdienen kann.

    Ihre Rechte und Pflichten sind ganz klar geregelt:
    Nachmittägliche Verabredungen und dienstags die Jungschar finden erst dann statt, wenn die Hausaufgaben fertig sind. Da sie sich die Jungschar ungerne nehmen lässt, hat sie jetzt tatsächlich schon ein paar Mal einen Teil der Dienstags-Hausaufgaben verschwiegen, damit sie schneller fertig ist. Hatte dann seitens der Lehrerin eine Strafarbeit zur Folge, die ich hier jetzt nicht näher beschreiben will.
    Handy, Tablet und Laptop stehen grundsätzlich erst dann zur Verfügung, wenn sie ihre alltäglichen Aufgaben erledigt hat. Wenn wir das nicht geregelt hätten, hätte sie schon morgens vor Schulbeginn (und noch bevor sie sich gewaschen, angezogen und Zähne geputzt hat) das Handy in der Hand.
    Da sie freitags direkt nach der Schule 30 Minuten Keyboard-Unterricht hat, haben wir die Abmachung, dass sie 2x pro Woche je 30 Minuten übt. Dafür haben wir eigentlich feste Tage festgelegt; vordergründig ist mir aber wichtig, dass sie überhaupt zu Hause übt.

    Wenn es nach ihr ginge, würde das Leben wohl nur aus Spiel, Spaß und Dönnekes bestehen. In der Woche vor Ostern (ich hatte Urlaub) habe ich sie tatsächlich mal komplett machen lassen wie sie wollte. Ihr Tagesablauf sah dann so aus:
    Erstmal bis zum späten Vormittag schlafen, dann direkt mit Wolldecke, Kuscheltier, Handy und Nintendo auf die Couch. Von Mama mit ner Tasse warmen Kakao und frischem belegten Brötchen bedienen lassen und während dieses späten Frühstücks gleichzeitig (!) irgend nen Schrott im TV und den abonnierten Youtube-Kanal gucken und Nintendo spielen.
    Das alles natürlich ungewaschen und ungekämmt; Zähne wurden selbstverständlich nach dem Frühstück auch nicht geputzt und zum Anziehen war auch keine Zeit. So blieb Madame dann auf dem Sofa, bis sich die ein oder andere Freundin via Telefon oder WhatsApp zwecks Verabredung meldete. Meist kommen die Kids dann hierher, denn mein Kind geht ja woanders nicht hin, wenn es nicht sein muss. Zu zweit (oder auch mal zu dritt) wird dann das Kinderzimmer auf links gedreht, auf das es abends aussieht wie nach dem 3. Weltkrieg. Fast zwangsläufig kommt die Frage nach dem übernachten, was zur Folge hat, dass bis spät in die Nacht auf dem Laptop nen Film geguckt und dabei lautstark geschnattert und gegackert wird. Das Zähne putzen wird natürlich auch vergessen (ebenso die Zahnspange), Abendessen hat Mutter den Kids im Kinderzimmer zu kredenzen und am nächsten Morgen müssen selbstverständlich frische Brötchen auf dem Tisch stehen. Ist der Übernachtungsgast nach Hause verschwunden, wird Mutter mit Rehaugen angeblickt und gefragt, ob sie beim Aufräumen helfen (respektive "das Aufräumen übernehmen") könne. Letzteres habe ich allerdings nicht gemacht. Dann bleibt's halt so.

    Fragt man dann mal vorsichtig nach den vertraglich geregelten Pflichten, die ja noch dazu in erster Linie dem Kindeswohl dienen, wird man mit Glück nur mit einem vernichtenden Blick gewürdigt. Meist zieht das jedoch direkt eine Endlos-Diskussion nach sich.

    Keyboard wird nur mit äußerstem Widerwillen geübt; meist setzt sich Madame dann den Kopfhörer auf, klimpert wahllos auf dem Ding herum, um die halbe Stunde totzuschlagen. Ebenso verhält es sich mit dem Lernen für die Schule.
    Sie meint immer, ihr fliegt alles zu und zum Lernen hat sie ohnehin keine Lust. Das muss alles sofort und gleich perfekt klappen. Tut es das nicht, hat sie keinen Bock mehr drauf und will alles hinschmeißen. Dass man alles lernen und üben muss, um es später gut zu können, dafür hat sie kein Verständnis. Das ist ihr alles zu blöd und kostet zu viel Zeit. Zeit, die sie lieber in die Dinge investieren möchte, die ihr Spaß machen.

    Ewig geht es hier um die gleichen Diskussionen. Sie hat einfach keine Lust, Zeit in die Dinge zu investieren, die ihr die Zeit nehmen, sich mit den Sachen zu beschäftigen, zu denen sie Lust hat.
    Sie kann sich (wenn man sie lässt) stundenlang mit ihrem Handy, Nintendo oder irgendwelchem Blödsinn beschäftigen, den ganzen Tag mit ihren Freundinnen verbringen oder sich irgendwelche Geschichten auszudenken, die sie in ihr Büchlein schreibt. Kann sich aber nicht dazu motivieren, morgens und abends je 10 Minuten im Bad zu verbringen, 2x pro Woche je 30 Minuten vernünftig Keyboard zu üben und 4x pro Woche je 45 Minuten Hausaufgaben zu machen.

    Mittlerweile weiß ich auch nicht mehr, was ich ihr noch alles in Aussicht stellen oder welche Konsequenzen ich ihr "androhen" soll. Sonst war es immer noch so, dass es wenigstens wochenweise annehmbar klappte, wenn ich mit ihr gesprochen hatte. Selbst das ist mittlerweile nicht mehr der Fall. Es stört sie ganz offensichtlich nicht mal mehr, wenn ich mich aufrege.
    Vor den Osterferien hatte sie 2 Wochen Verabrede- und Jungschar-Verbot. War nicht schön, hat auch einen Wutanfall nach sich gezogen; letztlich hat sie es aber "so hingenommen". Ostern haben wir dann auf unbestimmte Zeit Handy, Laptop und Nintendo einkassiert (was wir auch schon öfter gemacht haben). Auch in diesen Fällen ist sie dann wütend und bockig, sucht sich dann aber eben irgendwas anderes.
    Taschengeld streichen macht hier überhaupt keinen Sinn, denn der Opa steckt ihr ohnehin ständig Geld zu und kauft nahezu alles, was sie haben möchte. Würde sie also in keinster Weise jucken. Und begreiflich machen kann man es dem Opa absolut nicht.

    Es gibt Sachen, über die ich hinwegsehen kann, wenn sie sie nicht macht. Wenn sie ihr Zimmer nicht aufräumt, ist das ihr Problem.
    Spätestens, wenn sie niemand mehr besuchen möchte, weil es so unordentlich ist, kriegt sie ihren Allerwertesten dann hoch. Sie fragt dann zwar trotzdem nach Hilfe, weiß aber auch, dass ich dann maximal mit einem blauen Müllsacke komme und da alles reinwerfe, was für mich nach Müll aussieht und "rumliegt".
    Wenn sie für die Schule nicht lernt, muss sie mit den Konsequenzen leben. Dann gibt es eben schlechte Noten in der Arbeit oder eine Strafaufgabe für vergessene Hausaufgaben.
    Lernt sie nicht für den Keyboard-Unterricht, muss sie sich mit der Musiklehrerin auseinandersetzen, die dann keine Fortschritte sieht und sie fragen wird, ob sie nicht geübt hat. Ich weiß, dass sie mittlerweile keine Lust mehr hat, zum Unterricht zu gehen, aber das in erster Linie auch nur, weil sie keine Lust zum Üben hat und die Zeit widerum lieber zum Rumgammeln nutzen würde.
    Aus den gleichen Gründen hat sie innerhalb der letzten 3 Jahre den Reitunterricht und den Trampolin-Sport abgebrochen.

    Wobei ich allerdings absolut keinen Spaß verstehe, ist die Körperhygiene. Ich erwarte einfach ein gewisses Maß an Grundhygiene (um die muss ich mich schließlich auch kümmern und das leben wir ihr hier ja auch so vor). Ich würde morgens auch gerne ne halbe Stunde länger schlafen, aber ich mag mir natürlich von meinen Kollegen auch nicht sagen lassen, dass ich unangenehm rieche, gammelige Zähne habe und wie Flodder rumlaufe.
    Dass sie mal die Zahnspange vergisst ... In Ordnung, passiert halt mal; ich denke auch nicht immer dran. Dass sie sie aber bewusst nicht reinmacht, weil ihr das zu blöd ist ... dafür habe ich kein Verständnis. Zumal es auch wiederum sie war, die unbedingt eine Spange wollte, weil sie sich für die großen Schneidezähne und die Zahnlücke geschämt hat (ist mittlerweile Gott sei Dank schon besser geworden).

    Ich weiß einfach nicht, was ich noch mit ihr machen soll. Wir führen hier mittlerweile fast täglich ein Gespräch über Rechte und Pflichten und darüber, was sie von uns erwartet und ja auch möchte, dass wir uns daran halten.
    Wenn man sie fragt, was denn nun eigentlich das Problem sei und ob es vielleicht Gründe gibt, weshalb sie zu nichts so richtig Lust hat, zuckt sie mit den Schultern. "Weiß nicht" kommt dann als Antwort.
    Wenn man sie fragt, wie sie sich das Zusammenleben vorstellt und was wir tun können, damit es ihr leichter fällt, sich an ihre Aufgaben/Pflichten zu halten, hat sie keine Ideen.
    Sie möchte einfach in Ruhe gelassen werden und nur das machen, worauf sie Bock hat.

    Ich habe ihr schon ein paar Mal gesagt, dass ich mittlerweile an meinem persönlichen "Scheißegal, keinen Bock"-Punkt angekommen bin und mich nichts mehr interessiert, was sie betrifft. Hab sie in dieser Woche sogar größtenteils ignoriert, was mir wirklich nicht leicht gefallen ist. Das passt ihr allerdings auch wieder nicht. Sie will, dass ich ihr alles erlaube, ihr alles kaufe was sie haben möchte und sie zu 100% meine ungeteilte Aufmerksamkeit hat. Das gleiche gilt für den Papa natürlich auch.

    Mittlerweile bin ich soweit, dass ich in Versuchung bin, ihr für die nächsten Wochen/Monate alles zu streichen, was es zu streichen gibt. Kein Handy, Tablet, Laptop, Nintendo, TV. Keine Verabredungen, Übernachtungen, Jungschar. Kein Taschengeld, Ausflüge etc.
    Keine speziellen Wünsche beim Einkaufen, Essen und kein Klamotten-Shopping.
    Und da wir (eigentlich) nur aufgrund ihres ausdrücklichen Wunsches hin nach Berlin fahren, kann sie dann auch gerne zu Hause bleiben, wenn sich nichts grundlegend und dauerhaft etwas bessert.
    Zwischendurch hat sie mich sogar schon mal derart zur Verzweiflung gebracht, dass ich kurz über ein Internat nachgedacht habe.
    Und dabei ist sie doch gerade erst knapp 11. Wie soll das denn erst werden, wenn sie voll in der Pubertät ist?

    Das schlimme dabei ist, dass Torsten und ich uns nur noch wegen ihr streiten. Er regt sich zwar auch über ihr unmögliches Verhalten auf, findet meine Reaktionen und Konsequenzen darauf aber generell für maßlos übertrieben und weicht diese dann wieder auf. Bspw. bekommt sie von mir Verabrede-/Ausgehverbot - er lässt sie trotzdem zur Jungschar gehen.
    Ich nehme ihr das Handy etc. weg - er gestattet ihr, Playstation zu spielen. Da muss ich mich dann auch nicht wundern, wenn meine Konsequenzen so an ihr abprallen.

    Ich weiß nicht ... Ich bin mit meinem Latein langsam echt am Ende.
    Habt Ihr noch eine Idee, wie ich sie wenigstens dazu bekomme, dass wir nicht ständig über das Thema Hygiene streiten müssen?
    Gestern hatte sie übrigens noch die Idee, ich könne sie doch dafür bezahlen, dass sie sich an den Vertrag hält. Ich hätte ja schließlich auch einen Vertrag mit meinem Chef und der würde mir für meine Arbeit Geld bezahlen.
    Ich wusste echt nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Ich kann doch meinem Kind kein Geld dafür bezahlen, dass es die Sachen erledigt, die selbstverständlich sind ...
    Liebe Grüße aus OWL
    Bibi




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  2. #2
    User | Stammtisch Avatar von aydo
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    AW: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Da kommt mir so einiges bekannt vor!!

    Ayleen ist im Februar 10 geworden und die Pupertät ist bei ihr voll im Gange. Sie ist aber auch körperlich die weiteste in der Klasse und daher schiebe ich ihr Verhalten doch auf die Hormonumstellung, was es aber für uns nicht einfacher macht. Sie ist vom Kopf einfach noch ein Kind merkt aber selber das sie da anders ist als ihre Freundinnen. Manchmal tut sie mir da schon leid weil es für sie ja auch nicht einfach ist, aber man kann auch nicht alles durchgehen lassen.

    Ihre schnippigen Antworten und ihr richtig abweisendes Verhalten uns gegenüber stört mich da noch am Meisten. Meinem Mann gegenüber mehr als bei mir. Früher waren sie und mein Mann sehr eng miteinander, nun kann Dieter tun was er will und es ist immer falsch. Sie zieht sich immer mehr in ihr Zimmer zurück und hat auch kein Bock mal was gemeinsames zu tun.

    Verbote bringen bei ihr auch nichts. Tablet weg, na und dann mach ich was anderes und bin dann erst recht frech!! Reden kann man im Moment mit ihr auch nicht, selbst wenn ich ihr ganz sachlich und ruhig erkläre warum es so laufen muss und nicht so wie sie es will ist sie bockig und mault einen an das man ja ständig nur mit ihr meckern würde. Dabei meckern wir kaum, sie hat keinerlei Pflichten. Den Kampf um ihr Zimmer habe ich schon auf gegeben und sag schon nichts mehr. Sie räumt auf wenn sie Freunde erwartet und da hoffe ich einfach auf häufige Verabredungen ! Zur Körperhygiene zwinge ich sie und das macht sie dann auch nur mit ordentlich Druck. Gerade in der Woche der bestimmten Tage geht es nur mir Krach und Zwang- ich hoffe das ändert sich irgendwann.
    Dann ist sie wieder total lieb zu mir, redet mit mir, sitzt bei mir wenn ich arbeite und erzählt was sie bei Youtube alles gesehen hat oder in der Klasse gerade so ab läuft, dann ist sie wie "früher".

    Ich muss auch gestehen das es einem oft echt schwer fällt ruihg zu bleiben und ich weiss manchmal auch nicht was nun das Richtige ist zu tun. Ich war auch schon am überlegen eine Familienhilfe zu nehmen.

    Ich weiss das meine Mutter früher eine hatte da sie mit meiner Schwester nur sehr schlecht zurecht kam. Ich möchte nicht das es so endet wie mit meiner Schwester, sie ist dann letzendlich mit 16 in ein Heim gegangen.

    Wir gucken im Moment einfach das wir an einem Strang ziehen und das tun mein Mann und ich Gott sei Dank meist auch.
    Liebe Grüsse Niki

  3. #3
    DEF | Team Avatar von Bibi
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    AW: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Zitat Zitat von aydo
    Wir gucken im Moment einfach das wir an einem Strang ziehen und das tun mein Mann und ich Gott sei Dank meist auch.
    Ja, das hätte ich hier auch gerne. In allen anderen Punkten klappt das auch. Viele Paare streiten sich übers Geld o.ä.; wir haben verschiedene Ansichten bei der Erziehung.
    Klar weiß ich auch, dass man ein Kind nicht durch Verbote und Strafen erziehen soll, aber was hinterlässt das andererseits für einen Eindruck bei Finja, wenn es keine Konsequenzen gibt? "Ich kann machen was ich will, ich habe eh nichts zu befürchten."

    Mein Mann hat, was das betrifft, einfach eine längere Zündschnur und wesentlich mehr Geduld als ich. Das ist wohl das grundlegende Problem. Während er die Ruhe hat, Finja zig mal um etwas zu bitten oder sie darauf hinzuweisen etc., gucke ich mir ihr Verhalten nicht lange an. Wenn ich 3x was sagen muss, gerade wenn's um wichtige Sachen geht, dann drohe ich ihr beim dritten Mal Konsequenzen an und setze die beim vierten Mal auch durch.
    Andersherum belohne ich gutes Verhalten dann aber auch wieder. Sprich, wenn's dann klappt (nicht nur einmal durch Zufall, sondern erstmal wieder "läuft"), dann hebe ich Verbote auch schon mal eher wieder auf als ursprünglich angekündigt.
    Sie sieht also, dass es sich eigentlich lohnt. Leider musste ich diese "Vorschuss-Lorbeeren" aber auch schon oft bereuen.
    Liebe Grüße aus OWL
    Bibi




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  4. #4
    User | Stammtisch Avatar von aydo
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    AW: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Bei uns ist es eher umgekehrt und ich habe die längere Zündschnur, aber wir haben uns schon früh darauf geeinigt dem anderen nicht in den Rücken zu fallen und selber dann mal die Zähne zusammen zu beißen wenn der Partner eine Strafe ausgesprochen hat.

    Das klappt immer bis bei einem Thema- dem Reiten. Die Pferde sind das einzigste wo man Ayleen wirklich mit treffen könnte. Wärend mein Mann darauf ausspielt ihr das zu verbieten wenn es Probleme gibt bin ich strickt dagegen. Er hatte mal Ayleen gesagt das er nun nicht mehr mit ihr zum reiten fährt, sie hat gewütet und geheult sich aber nicht entschuldigt oder ihr Fehlverhalten eingesehen.
    Letztendlich bin ich dann mit ihr mit dem Rad zum reiten. Ich denke einfach das sie auch eine Verantwortung dem Tier gegenüber hat und möchte nicht das sie meint sowas vernachlässigen zu können, daher bin ich auch gegen eine Strafe was das Pferd an geht. Eigentlich hatten mein Mann und ich das auch so besprochen ,aber er war an dem Tag so sauer das er es trotzdem gesagt hat, daher habe ich diesmal auch nicht meine Zähne zusammen gebissen sondern bin trotzdem mit ihr dort hin. Er meinte dann das die Strafe dann eben war das sie 1 Stunde mit dem Rad zum Pferd musste, sie hatte es allerdings nicht gestört und es war eher eine Strafe für mich.

    Es ist schwierig bei Verboten die richtige Dosis zu finden. Bei einem Klassenkameraden von Dominik zum Beispiel finde ich reagiert die Mutter oft zu übertrieben. Er hilft mal nicht beim Tisch abräumen und darf dann 1 Woche kein TV gucken, wenn ich dann aber das Benehmen und Verhalten von dem Jungen gucke ist es auch nicht besser als bei meinen Kids. Da denke ich mir dann ist das wohl auch nicht das Richtige. Ich bin nur froh das Sohnemann da noch nicht so weit ist und die Pupertät noch was auf sich wartet, ich hoffe ich bin mit Ayleen durch wenn es bei ihm los geht!!
    Liebe Grüsse Niki

  5. #5
    User | Stammtisch Avatar von Kotori2011
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    AW: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Oh, da sieht man mal wieder, wie extrem schnell sich die Zeit mit all der Technik verändert hat, vor 10 Jahren war das bei meinen Kindern kein Thema. Tablets, Gameboy hatten sie nie und Handys ohne Internet . Deshalb ist es jetzt für mich schwierig dazu etwas zu sagen.
    Wenn es einmal erlaubt und normal ist, kann man es nur schwer ändern.
    Bei uns war es immer so, ohne daß sich jemand beschwert hätte, dass der TV erst abends eingeschaltet wurde.
    Mit 10/11/12 habe ich mit meinen Kindern noch mit Barbie gespielt.

    Aber: Kinder testen ihre Grenzen! Sie wollen Grenzen. Denn das bedeutet für sie Sicherheit und Vertrauen.
    Heißt also, sie provozieren so lange, bis sie eine Grenze bekommen! Je mehr Freiheiten sie haben, desto schwerer ist es natürlich die Grenzen zu finden.
    Wenn ihr also gute Nerven habt, dann setzt die Grenzen enger und seit sehr konsequent! Auch wenn es Wut und Geschrei gibt.
    Ganz wichtig, "Strafe" und "Vergehen" müssen in Zusammenhang stehen.
    Das wären meine pädagogischen Weisheiten.

    Ab und zu solche Gammeltage finde ich nicht schlimm, machen meine Kinder auch.
    Zur Körperhygiene, schicke sie doch so zur Schule, ungekämmt, bisschen riechend .. . Mal sehen, was die Freundinnen sagen.
    Das üben, mhhh wenn die Lehrerin unzufrieden ist, muss etwas vom Taschengeld dazu gegeben werden, weil du für schlechte Leistung nicht bezahlst? Vielleicht fällt euch auch ein besseres Argument ein.

  6. #6
    User | Standard
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    AW: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Hab auch so eine Pre-Pupertäre Göre daheim und vieles ist ähnlich wie bei dir. Aber Jenny hat einen Nachtteil , alles das was sie meint an mir auszutesten haben schon 4 andere vor ihr gemacht und mich bringt fast nichts mehr aus der Ruhe.
    Ganz wichtig ist aufjedenfall mit dem Partner an einem Strang zu ziehen. Ich weiß leichter gesagt als getan, aber die Kinder haben das so schnell raus wie sie es zu ihrem Vorteil nutzen.
    Ansonsten wirklich Konsequent sein und manchmal auch die einfach mal zwölfe gerade sein lassen. Man muss trotz allem bedenken das sie Kinder zum einen noch Kinder sind und auch in einer ganz anderen Zeit groß werden als wir.

  7. #7
    User | Frischlinge
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    AW: Unsere Tochter treibt mich so langsam in den Wahnsinn

    Also wenn ich das so lese, kann ich die Tochter gut verstehen. Warum soll sie denn etwas ändern? Das Leben ist doch prima. Ihr als Eltern sorgt euch um alles und die Tochter muss sich ab und zu die Diskussionen anhören.
    Wir leben ja heute in dem Zeitalter, in dem so langsam durchsickert, dass Strafen wenig Sinn machen - für viele Eltern unvorstellbar.
    Wenn die Strafen nicht nützen, ist es doch lohnenswert über Alternativen nachzudenken.
    Z. B. wenn die Tochter sich nicht wäscht, dann bleibt sie eben ungewaschen. Da sorgen die Freundinnen oder andere Menschen dann recht schnell dafür, dass sich das ändert. Wenn sie nicht Keyboard übt, dann wird sie dort abgemeldet. Wenn sie keine Hausaufgaben macht, dann ist das Ihr Problem. Eltern können ganz klar mit dem Kind sprechen und ihm sagen: "Wir finden, du bist jetzt alt genug um selbst für Deine Hausaufgaben verantwortlich zu sein. Wenn Du Hilfe benötigst, dann sag uns das und wir helfen Dir und sonst machst Du die Hausaufgaben vollkommen eigenverantwortlich. Das größte Problem daran ist das Unwohlsein der Eltern, denn die haben dann gleich die Horrorvorstellung - kein Schulabschluss, kein Ausbildungsplatz etc. Hausaufgaben sind ab einem bestimmten Altern die Sache der Schüler und nicht der Eltern. Wenn Eltern versuchen, dass Problem der Tochter zu lösen, dann gibt das meistens neue Probleme an anderer Stelle.
    So viel zum Anfang.

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