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  1. #1
    Trixi

    Fehlende "Glücklichkeit" in der Schwangerschaft und nach der Geburt

    Hallo,
    ich habe eine etwas "heikle" Frage, weil sie ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft anspricht:
    ging es Euch allen während der Schwangerschaft und nach der Geburt eigentlich immer gut und ward ihr immer glücklich oder gab es auch mal andere Phasen?
    Ich hatte das Gefühl, dass es zwar alle von mir verlangt haben, aber bei Problemen bin ich nur angeguckt worden als wäre ich krank. Ich weiss dass es schwierig ist, darüber zu reden aber mich würden Eure Erfahrungen damit sehr interessieren.
    Ich starte aus dem Grund grade ein Projekt, mit dem ich hoffe, betroffenen Elternteilen helfen zu können, aber ich bin mir nicht sicher, wie das von anderen angenommen würde. Es wäre total lieb, wenn ihr mir dazu einen Fragebogen (anonym, dauert ca 5 Minuten) ausfüllen könntet, damit ich weiss, ob ich an der Aufgabe dran bleiben sollte oder nicht:

    https://www.quicksurveys.com/s/q7W3StJ


    ....danke euch für Eure Erfahrungen und Meinungen

  2. #2
    User | Stammtisch Avatar von Kotori2011
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    2.215
    Bist du noch bzw wieder schwanger? Oder hast du inzwischen Kinder?
    Was genau ist dein Projekt? Möchtest du eine Selbsthilfegruppe gründen? Arbeitest du in einer entsprechenden Einrichtung?

    Dein Test geht auch nicht weiter? Ich kann nur den Anfang sehen.

  3. #3
    Trixi
    Es ist mit Schwangeren, die Probleme haben, erarbeitet worden, dass ihnen die Darstellung des eigenen Kindes (und zwar je genauer desto besser) helfen kann eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen.
    Auch, wenn es beispielsweise ungewollt ist oder sie depressiv sind.
    Das ist völlig klar, dass diese Vorstellung für andere Eltern bizarr oder seltsam klingt.
    Es dient der Einbettung in eine spezielle Therapie, die erstmals auch während der Schwangerschaft stattfinden kann, auch ohne gleich als krank abgestempelt zu werden oder sich schämen zu müssen.
    Aber die Meinungen dazu können natürlich auseinander gehen. Und die Umsetzung mag umstritten sein, wenn es aber dazu dient, dass über diese Themen diskutiert wird oder vielleicht sogar andere Hilfeangebote und nicht nur Negativkritik für die betroffenen Elternteile entsteht, wäre das doch großartig.

  4. #4
    Trixi
    Liebes Glashaus,

    danke für das Teilen Deiner Meinung und vor allem für Deine eigenen so traurigen Erfahrungen.

    Leider ist es überhaupt nicht selten, was Du erlebt hast. Deswegen gibt es keine gute Ausrede dafür, dass es noch keine sinnvolle Behandlung für Schwangere gibt. In vielen Therapie-Behandlungen werden Schwangere sogar explizit nicht angenommen, weil die sensiblen Gefühle und schwachen Nerven noch mehr belastet werden könnten. Dabei wäre es doch logischer, eine auf eben diese Bedürfnisse abgestimmte Therapie anzuwenden, denn grade diese Sensibiliät kann erst Recht in Depressionen führen. Und bei Schwangeren und Stillenden sollten Medikamente mit großer Vorsicht angewandt werden, sie können nie die einzige Lösung sein...
    Es ist mir ein Rätsel, warum es noch nichts angemessenes gibt. Natürlich kann in solchen schwerwiegenden Verläufen ein Modell vom Baby auch keine Wunder bewirken. Aber es liesse sich eine Schwangeren-Therapie einfacher mit dem Modell-Kind gestalten, die Sorgen und Ängste könnten klarer werden um sie dann anzugehen. Sollten sich die Schwangeren nicht in der Klinik aufhalten, könnten sie auch Zuhause mit dem Kind ein Stück mehr Sicherheit bekommen. Es soll auf jedenfall ein Ansatz sein, optimaler helfen zu können, wo bisher rein gar nichts besteht.
    Aber natürlich glaube ich Dir, wenn Du sagst, dass es Dir in dieser schwierigen Situation nicht geholfen hätte. Hast Du denn eine Idee, was hätte helfen können?
    Es geht darum, diese Lücke zu füllen, denn irgendwas muss doch getan werden (Depressive haben leider eine erhöhte Säuglingssterblichkeit. Es geht also dabei immer um Mutter UND Kind). Die Hoffnung war, dass dies ein Anfang zur Hilfe und gegen das Tabu-Thema sein könnte, aber es sollte nie das letzte Wort sein. Wie könnte Hilfe aussehen, die optimal hilft?

    Ganz liebe Grüße

  5. #5
    Trixi
    Liebes Glashaus,


    ich bin schockiert, dass Dir derartiges zugestoßen ist. Da kamen ja wirklich schlimmstmögliche Ereignisse zusammen...Und das mit einem kleinen Schatz unter dem Herzen.
    Hast Du Dich mal an die Bundesärztekammer gewandt um der Beschwerde mehr Gewichtung zu verleihen (Bundesärztekammer, Arbeitsgemeinschaft der deutschen Ärztekammern, Herbert-Lewin-Platz 1, 10623 Berlin (oder: Postfach 120 864, 10598 Berlin)
    Fon 030-400456-0, Fax 030-400456-388, Email info@baek.de. Muss unbedingt gemacht werden, würde da auch anrufen, wenn es nichts für dich ist.)
    Ich finde alleine das "Schwerverbrecher" so heftig, dass ich gewaltsame Gedanken hege. Diesen Menschen vertrauen wir also unsere Gesundheit und die unserer Kinder an...dabei würde man privat nicht ein Wort mit ihnen wechseln... Da kriegt man wirklich Angst.
    Untereinander kooperieren die Abteilungen fast nie. Selbst innerhalb der Psychiatrie gibt es die "angesehenen" und "niederen" Abteilungen. Ein Wahnsinn alles. Hoffentlich bleiben wir alle und unsere Kinder von nun an gesund, damit wir das nicht (nochmal) erleben müssen.
    Wie geht es Dir denn jetzt?
    Und weisst Du mittlerweile, wer von diesen sogenannten Ärzten "Recht" gehabt hat, was die Medikamention anbelangte? In meiner Forschungsrichtung gibt es Medikamente, die auch während der Schwangerschaft genommen werden (sollen). Besonders, wenn man vorher bereits daran gewöhnt war und sie geholfen haben. Aber dies alles eben nur in Kombination mit abgestimmter Therapie. Und die Erfahrung ist, dass die Schwangeren selber lieber auf Medikamente verzichten wollen, um dem Embryo nicht zu schaden. Aber manchmal kann man sich fragen, was besser ist.....
    Hauptsache, der Ausgang mit deinem kleinen Schatz war ein guter....wenn auch wirklich alles andere der reinste Horror ist....

    Ganz liebe Grüße

  6. #6
    User | Stammtisch Avatar von Kotori2011
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    Seht ihr das Zitat auf Deutsch?

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